So What?! Kinderschwimmkurse jetzt auf einmal verboten…?

So What?! Kinderschwimmkurse jetzt auf einmal verboten…?

Formen von Absurdistan

Da lese ich heute im Leitartikel der „Salzburger Nachrichten“: Kinderschwimmkurse in Salzburg verboten – aber in Tirol erlaubt. Chefredakteur Manfred Perterer, der auch den Leitartikel verfaßt hat, bezeichnet dies als Formen von „Absurdistan“.

Aber jetzt wirklich: Was heißt das für uns – demnächst sollen bei uns 4 Kinderschwimmkurse mit insgesamt über 40 Kindern starten?

Eines ist klar

Die klaren Weisungen und Handlungsrichtlinien von oben kommen in diesen Zeiten kurzfristig. Und sie ändern sich. Und sooo klar sind sie auch nicht immer…

Darum haben wir bereits in einer Zeit der Unsicherheit beschlossen, das Strandbad trotzdem zu öffnen. Und wir haben in dieser Zeit auch die Werbe- und Medien-Trommel gerührt. Der Plan ging auf: Jetzt dürfen wir öffnen – und sind dafür dank optimistischer Vorarbeit auch gerüstet.

So machen wir´s wieder

Wir werden jetzt sicher nicht die Flinte ins Korn werfen und gleich allen 80 Müttern und Vätern sagen: Danke, das war´s.

Weil – was tun wir, wenn dann 3 Wochen später zu Ferienbeginn ein neuer Erlass festlegt: jetzt ginge es….?

Darum setzen wir wieder auf eine Kombination aus Optimismus und Sorgfalt. Und die schaut aus wie folgt.

Unsere Schwimmtrainerin Julia wird sich beim Sportministerium erkundigen, ob es wirklich verboten ist:

  • 10 bis Kinder mit 2 geschulten Pädagog:innen
  • völlig von allen anderen Badegästen abgetrennt auf 450 qm Fläche
  • in einem 250 qm großen Pool
  • der im Einstiegsbereich auf 10 m Länge nur 80 cm tief ist
  • an der frischen Luft
  • in mit Chlor optimal desinfizierten Wasser
  • mit Erlaubnis der Eltern

Das Schwimmen beizubringen.

Robert Kastner / Bademeister und Autor des Artikels. Anmerkung: Fuckup Nights ist eine weltweite Bewegung, die sich offen mit dem Scheitern auseinandersetzt (und insofern zum Thema passend). Es sollte sich also niemand durch das T-Shirt auf den Schlips getreten fühlen…

Konsequenzen / Sorgfalt / Toleranz

Wenn die Empfehlung des Sportministeriums dazu nicht eindeutig „verboten und laßt die Finger davon“ ist, werden wir das mit aller gebotenen Vorsicht weiter vorantreiben.

Wir werden in Dialog mit allen Eltern gehen (tun wir sowieso). Wir werden versuchen, auf Gemeindeebene und Landesebene im Vorfeld Klarheit zu schaffen. Ich habe unseren Landeshauptmann in einem früheren Beratungsprojekt als besonnenen und umsichtigen Sachpolitiker kennengelernt und bin da guter Dinge.

Es wird an 10 Montagnachmittagen auch die anderen Badegäste treffen – weil wir als Hygienemaßnahme den Pool ganz für die Kinderschwimmkurse reservieren müssen. Aber auch da bin ich zuversichtlich – wir haben schließlich die nettesten Strandbadgäste am Wallersee, fähig zum Dialog und zu Lösungen.

Es geht um den Schutz vor Corona. UND vorm Ertrinken im späteren Leben, weil man als Kind nicht Schwimmen gelernt hat. Beides wird im Strandbad Henndorf ernst genommen.